Die gewerbliche Immobilienfinanzierung ist eine komplexe Angelegenheit!

Die private Immobilienfinanzierung ist mittlerweile „Volkssport“. Eine gewerbliche Immobilienfinanzierung stellt sich immer wieder als ungemein schwierig heraus. Wir möchten versuchen, im Vorfeld Tipps zu geben, damit Probleme erst gar nicht auftreten.

Bei der Realisierung eines Projekts, stehen dem Unternehmer diverse Wege offen. Er kann einen bestehenden Gastronomiebetrieb erwerben, oder sich an einen Neubau heranwagen. Ferner kann er die Kapazitäten seines schon vorhandenen Betriebes erhöhen, oder diesen modernisieren.

In der Gastronomie kommt überwiegend der Kauf einer bestehenden Immobilie, oder die Errichtung eines Neubaus in Betracht. Eine ganz wesentliche Frage hierbei ist: Wie soll der Gastronomiebetrieb finanziert werden?

Was unterscheidet nun eine gewerbliche Finanzierung von einer privaten Immobilienfinanzierung?

Zunächst einmal stellt sich die Finanzierung eines Gastronomiebetriebes als sehr viel komplexer dar. Die technischen Aspekte sind hierbei primär. Die Anforderungen, welche der Gastronom an seinen Betrieb stellt, müssen mit der Funktionalität des Gebäudes einhergehen. Ferner stellen sich die Kreditverhandlungen mit Banken als sehr viel schwieriger dar, als bei einer privaten Immobilienfinanzierung. Gerade im Bereich der Gastronomie.

Für viele Banken ist eine Finanzierung im Bereich der Gastronomie von vornherein ein „rotes Tuch“, da bei der möglichen Kündigung des Kredits der Verkauf des Betriebes oder gar die Zwangsversteigerung in den seltensten Fällen den ausgereichten Kredit abdeckt. In vielen Fällen müssen die Banken auf restliche Forderungen verzichten.

Sofern der Unternehmer mit der Bank über die Finanzierung eines Gastronomiebetriebes ins Geschäft kommt, heißt das nächste Zauberwort: „Bonität“! Diverse Unterlagen müssen für die Bonitätsprüfung vorgelegt werden. In den seltensten Fällen kann ein Unternehmer eine Gehaltsabrechnung vorweisen. Also müssen Bilanzen der letzten drei Jahre und Steuerbescheide für die Prüfung vorgelegt werden. Dieser Umstand stellt sich meist schon als extreme Hürde heraus.

Weil sich sowohl die Suche nach einem geeigneten Gastronomiebetrieb, als auch die Suche nach einer geeigneten Finanzierung als durchaus „heikel“ erweisen kann, sollte der Gastronom zunächst einen neutralen Immobilienmakler aufsuchen. Dieser hat in aller Regel einen sehr viel besseren Überblick über sämtliche Gastronomiebetriebe/Grundstücke, welche infrage kommen könnten. Ebenso kann er geeignete Banken für eine gewerbliche Finanzierung empfehlen.

Fazit

Eine gewerbliche Finanzierung im Bereich der Gastronomie stellt den Unternehmer vor anspruchsvolle Herausforderungen. Gerade im Bereich der Hotellerie muss der Betrieb bestimmten Ansprüchen gerecht werden. Leider betrachten die Banken eine Finanzierung in diesem Bereich immer noch als eher kritisch, da das Verlustrisiko für die Bank überproportional hoch sein kann. Daher sollte sich der Gastronom zunächst an einen Fachmakler aus dem Bereich der Gastronomie wenden. Dieser stellt ihm ein Portfolio an passenden Gastronomiebetrieben zusammen, und kann im Bereich der gewerblichen Finanzierung weiterhelfen.

©Søren H.A. Howaldt